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Erziehung und Werte

Medienkonsum

Die Wandlungsprozesse und Veränderungen der Familie in den letzten 20 Jahren, die im Bereich der Schulpädagogik schon seit Jahren unter der Bezeichnung "Veränderte Kindheit" diskutiert werden, prägen die heutige Lebensrealität der Kinder in großem Maße. Spürbar ist eine Konsumentenhaltung, mit der es auffallend vielen Kindern immer schwerer fällt, aus „Langeweilesituationen“ heraus Aktivitäten zu entwickeln und sich aktiv und sinnvoll zu beschäftigen. Dies kann sich im häuslichen Bereich bei einer zunehmenden Zahl von Kindern und Jugendlichen durch ausufernden und ungesteuerten Fernseh- und Videospielekonsum zeigen. Das überschwemmende Angebot der elektronischen Medien mit seinen ungefilterten und teilweise brutalen und wertelosen Inhalten hat nach Ansicht vieler Experten Auswirkungen auf die Konfliktlösungsstrategien und Hemmschwellen von Kindern. Zunehmende Gewaltbereitschaft und eine geringere Frustrationstoleranz gehen einher mit einem allgemein beklagten Werteverlust und Orientierungslosigkeit bei Verhaltensregeln. Zwar sind diese Zusammenhänge nicht zweifelsfrei durch Untersuchungen bewiesen, sie liegen jedoch für viele auf der Hand, die täglich professionell mit Kindern zu tun haben.

Dieses gesellschaftliche Kernproblem kann keinesfalls nur durch die Schule gelöst werden. Gefragt ist ein neuer allgemeiner gesellschaftlicher Wertekonsens, der in die Familien, in die Vereine, in Gruppen und Parteien und vor allem auch in schriftliche und elektronische Medien hineinreichen muss. Schulen müssen dagegen halten, wenn ihr Auftrag Schritt für Schritt erweitert wird und zunehmend Familienaufgaben übernommen und gesellschaftliche Fehlentwicklungen ausgebügelt werden sollen, ohne die Schulen mit den notwendigen zeitlichen, personellen, sächlichen und räumlichen Ressourcen auszustatten. Hier muss ein neues Gesamtkonzept entwickelt werden. Gleichzeitig muss der traditionelle Auftrag der Schule mit allen offiziellen und heimlichen Lehrplänen und -methoden zur Entrümpelung und Neubestimmung auf den Prüfstand.
Mit ihren vorhandenen Möglichkeiten können Schulen aber auch schon jetzt kleine Schritte gehen, um den beschriebenen Problemen bei Kindern und Jugendlichen innerhalb und außerhalb des normalen Unterrichtes präventiv entgegenzuwirken.


(Auszug aus unserem Schulprogramm)

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Kinder präsentieren ihre Stärken